A Kiss of Fire and Ice – Britta Strauss

Wenn Feuer und Schnee sich verlieben … Die Sultanstochter Manisha reist mit ihrem Gefolge in das Reich aus Schnee und Frost, um ihre geliebte Schwester wiederzusehen, die mit dem Prinzen des Nordens vermählt worden ist. Dort, unter flackernden Nordlichtern und eisigen Sternen, geschieht etwas Unerwartetes. Sie verliebt sich. Nicht nur in das raue Land, sondern auch in Jerrik, den Jäger des Königs, der ihr eines Nachts das Leben rettet. Doch als die beiden Liebenden gemeinsam in Manishas Heimat reisen, wird ihnen im Palast des Sultans Argwohn und Missgunst entgegengebracht. Beeinflusst von einem dunklen Magier, der schon lange ein Auge auf die Wüstentochter geworfen hat, ruft Manishas Vater einen Wettkampf aus: Allein der Sieger darf seine Tochter für sich beanspruchen. Und so muss der Jäger aus dem Norden nicht nur gegen Dschinns, Drachen und eifersüchtige Magier kämpfen, sondern auch um die Frau, der sein Herz gehört.
Rezension
Eins kann ich euch definitiv sagen, Britta Strauss hat einen sehr bildlichen Schreibstil. Teilweise konnte man die Beschreibungen fast riechen – also ein fast 4D Erlebnis.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, als Leser hat man direkt ein Bild der Person im Kopf. Auch die Landschaften lassen einen auf einem Pferd durch die Wüste fliegen und Dünen erklimmen, magische Sonnenuntergänge erleben, oder dick eingepackt in einer Kutsche die verschneiten aber mit Monstern bevölkerten Wälder durchwandern. Nordlichter zu sehen.
Manisha ist ein Wirbelwind und hat ihren eigenen Kopf, der ihr mit ihrer Direktheit immer wieder im Weg steht, da sie sich nicht den Gepflogenheiten ihres Standes an passen möchte.
Jerrik dagegen ist schon immer ein Außenseiter, da er der letztes seines Volkes ist, was bei vielen zu Angst führt und er nicht wirklich anerkannt wird. Doch hilft es ihm die Monster von seiner Heimat fern zu halten.
An sich ist es eine tolle Geschichte, allerdings hat sie auch ein paar Minuspunkte.
Die Handlung an sich ist teils sehr vorhersehbar – allein da man weiß die Geschichte wäre dann ja vorbei, was jetzt nicht wirklich was an der Handlung verschlechtern würde.
Die beiden haben nie wirklich viel mit einander gesprochen, auf einmal sind sie innig in einander verliebt, das einer der Beiden seinen Kopf riskiert um bei dem anderen zu sein und es bricht eine heiße Leidenschaft aus.
Zum anderen hat Jerrik sein Pferd, welches immer bei ihm ist, wie auch sein tierischer Begleiter eine Eule, die ihm normalerweise nicht von der Schulter weicht. Durch einen Zwischenfall – möchte nicht Spoilern – hat er einen zweiten Begleiter. Ab Ankunft im Palast des Sultans werden diese Tiere nur noch kurz erwähnt – das Pferd wird in den Stall gebracht und ist aus der Handlung verschwunden, die beiden anderen verbleiben nur noch in seinen Räumen und sind nicht mehr teil seiner Reise. Auch wird ein Hinterhalt durch den machthungrigen Magier des Sultans in ein paar Sätzen letztlich abgetan, was sich als sehr einfach liest.
Auch wird Manishas Schwester, welche ein Grund war weswegen Manisha in den Norden gereist ist, die sehr viel Leid dort ertragen musste und wieder mit in den Sultans Palast gereist ist, wird nach der Heimreise kaum noch bis gar nicht erwähnt wird. Nur beim letzten Showdown erscheint sie ganz kurz – was aber nicht wirklich auffällt. Allerdings sehr schade ist, da man doch wissen möchte wie es ihr geht und mit ihr weiter geht, da sie doch sehr mitgenommen wurde im Norden.
Mein Fazit
Im Großen und Ganzen eine tolle bildgewaltige Geschichte die an Aladin`s Kampf um Jasmins Herz erinnert. Auch mit dem machthungrigen Magier, der einen Menschen reinen Herzens in die Wüste schickt um ein verschollenes Artefakt zu finden.
Eine Lektüre in die man in Schneebedeckte Wälder und heiße Wüsten reisen kann ohne seinen kuscheligen Leseplatz zu verlassen.