Die Schatten von Avamoore – Nathan Winters

Die Schatten von Avamoore – Nathan Winters

Nebel liegt über den Mooren, hoch im Norden von Schottland. Hier wollte William Pickett jagen gehen. Ein letztes Abenteuer als Junggeselle. Doch von einem Tag auf den anderen ist er spurlos verschwunden. Ist er ertrunken, wie alle behaupten? Er wäre nicht der Erste. Um das Moor ranken sich viele Geschichten. Es spukt dort, sagen die Einheimischen, und der plötzlich aufziehende Nebel sei wie ein Raubtier, das die Unvorsichtigen in die Falle lockt.  All das will Elisabeth Hazelwood nicht glauben, als sie mit Williams Bruder Alexander in das abgelegene Dorf Avamoore reist, um dort nach ihrem Verlobten zu suchen.  Die Bewohner begegnen ihnen mit Misstrauen und Ablehnung und Elisabeth muss schnell erkennen, dass in Avamoore nichts so ist, wie es scheint, und dass es hier niemanden gibt, dem sie wirklich trauen kann. Als dann noch eine Leiche im Moor gefunden wird, geraten Dinge in Gang, die besser für immer im Nebel verborgen geblieben wären.

Rezension

Eine düstere Geschichte im schottischen Hochmoor. Es ranken sich Sagen um das Moor um das sehr abgelegene Dorf Avamoor und seinen Herrschaftssitz mit dem alternden Clanchef.

Die Protagonistin Elisabeth lässt sich durch nichts davon abhalten ihren Verlobten zu finden. Sie glaubt nicht daran, das er im Moor ertrunken sein soll. Sie versucht mit Hilfe seines Bruders Alexander, ein Kriegsveteran, der durch eine Verletzung zum Zivilen Leben verdammt ist, ihren Verlobten zu finden.

Die Dorfbewohner sind mal mehr mal weniger beteiligt und im großen und ganzen sehr argwöhnisch den beiden Städtern gegenüber eingestellt.

An sich vermittelt die Geschichte vom Klappentext her, sehr düster und mysteriös zu werden. Was sie an sich auch ist. Ein Clanlord der versucht sein Erbe aufrecht zu halten, was seinem Sohn in der Stadt nichts mehr wert ist und somit am verfallen ist. Eine Schwiegertochter, die die Einsamkeit im schottischen Hochmoor zu genießen und dem Clanchef zur Seite zu stehen.

Ein Monster das sein Unwesen treibt, was als Legende abgetan wird, da man sich in den Nebeln nicht in die Moore begibt.

An sich ein sehr spannendes Setting. Die Landschaft, das Dorf und auch das Anwesen des Clanlords wird wunderbar beschrieben. Die Charaktere sind mal mehr mal weniger präsent. Es sind immer wieder Perspektivwechsel, die das Lesen etwas spannender gestalten.

Leider muss ich sagen, fällt der Spannungsbogen doch immer wieder sehr schnell ab. Man ist in einer Passage in der die Protagonisten versuchen etwas heraus zu finden und Puzzleteile zusammen zusetzen, was einem ab und an auch eine Gänsehaut beschert, doch dann wechselt das Setting und somit leider auch die komplette Spannung. Welche die Handlung an sich doch ausmacht. Für mich haben diese sehr ruhigen Passagen leider zu viel Spannung genommen, was mir den Lesefluss doch sehr eingeschränkt hat.

Mein Fazit

Ein tolles Setting, gut gestaltete Charaktere, eine sehr mysteriöse und Gänsehaut bescherende Handlung, der leider immer wieder die Puste ausgeht.

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