Shangri-La:Bleiche Knochen, Rotes Erde – Ivan Ertlov

Shangri-La:Bleiche Knochen, Rotes Erde – Ivan Ertlov

Verschwundene Rucksacktouristen in Australien?
Dies ist so alltäglich, dass sich die Polizei vor Ort nur halbherzig darum kümmert – solange keine Leiche auftaucht.
Den trauernden Angehörigen bleibt nur Bangen und Hoffen, dass dieser Tag niemals kommt. Aber manche geben nicht auf, setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihre Kinder wieder zu finden. Manche sind verzweifelt genug, sich an Pete O’Brannon zu wenden, den Privatdetektiv für Fälle, die es nicht geben darf.
Über die er bis an sein Lebensende schweigen muss.
Die offiziell nie existierten.
Gegen jede Vernunft nimmt er den Job an – und findet sich rasch in einer menschenverschlingenden Hölle wieder, in der jeder falsche Schritt sein Ende bedeuten kann. Nur wenig Verbündete, aber mächtige Feinde lauern in der für ihn ungewohnten, bizarren Umgebung des sechsten Kontinents.

Und warum scheint eine heiße Spur in das sagenumwobene asiatische Reich Shangri-La zu führen? Wie kann man an einem Ort ermitteln, der angeblich gar nicht existiert?
Mit Charme, Schnauze und – wenn nötig – gnadenloser Härte. Denn wenn Pete sich erst einmal in einen Fall verbissen hat, wird dieser gelöst, gegen jeden Widerstand, ohne Rücksicht auf Verluste.
Blut wird fließen. Knochen werden brechen. Die Wahrheit kommt ans Licht.

Cover

Im Vordergrund ist eine junge Frau mit Rasta Zöpfen und einem violetten Rucksack zusehen, die zu einem Berg- da es in Australien spielt, und die Formen passen – könnte der Ayers Rock angedeutet sein – läuft.  Über dem Berg sind eine Skyline zu erkennen und ein Totenschädel aus Staub bzw. Wolken.  Das gesamte Cover ist in verschiedenen Okartönen dargestellt, nur der Rucksack sticht in violett hervor, was definitiv sehr passend zur Handlung ist – da dieser Rucksack herausstechen wird.

Rezension

Ivan Ertlov nimmt einen, mit seinem doch teils sehr direkten, detailreichen und bildhaften Schreibweise, auf eine Reise ins Land der Kängurus – Australien.

Am Anfang ist man etwas verwirrt, denn die Handlung beginnt im regnerischen New Jersey, allerdings nicht dem bekannten. Die Handlung spielt in einer entfernten Zukunft, die allerdings nicht so entfernt sein könnte.  Grundriss ist die Covid-Pandemie, die auch der Auslöser der Handlung ist – da dadurch in Australien den Backpackern sehr lukrative Angebote zwecks Work and Travel gemacht wurden.

Pete O‘ Brannone, ist ein ehemaliger Elitesoldat, der für die Regierung sehr viel unter dem Radar agiert hatte – was er „nie“ getan hat. Mittlerweile betreibt er seine eigene Detektei, wodurch er einen Auftrag bekommt, der ihn nach Australien führt – auf die Fährte zweier junger vermisster Backpackerinnen. Und auch auf die Fährte diverser Kartelle.

Ivan Ertlov beschreibt Pete’s Reise und Erlebnisse sehr detailreich, das man sich die Orte und auch Menschen, sehr gut vorstellen kann und meint, man würde mit am Strand entlang laufen oder im Outback unterwegs sein.

Er bindet in diese fiktive Welt auch ein paar Legenden der Aborigines ein, was sehr faszinierend ist und worüber man gerne mehr erfahren hätte, allerdings doch recht nebensächlich verläuft.

Ab der Hälfte der Handlung nimmt die Geschichte sehr rasant Fahrt auf und nimmt die Formen eines Shooters, was das PC-Spiel, auf welchem die Geschichte basiert, ist. 

Mein Fazit

Anfangs etwas langatmig, bis Pete auf die Suche der beiden verschwundenen Mädchen in Australien geht – sprich seinen eigentlichen Recherchen nachgeht. Ab dem Zeitpunkt nimmt die Handlung an Tempo auf und man fliegt nur so durch die Zeilen.  Allerdings mit einem zwar Zielführenden aber doch ruppigen Ende, das einen ein wenig unbefriedigt zurück lässt.

Interessanter Start in ein Genre, das man von Ivan Ertlov nicht kennt. 

Ein rasantes kurzweiliges Leseabenteuer auf dem Roten Kontinent.

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